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Zack. Schulen dicht!

Ich denke, viele meiner Kolleginnen und Kollegen saßen am 13.03.2020 gespannt vor dem Fernseher, um die Pressekonferenz des Ministerpräsidenten Armin Laschet zu verfolgen.

In Deutschland gab es zu diesem Zeitpunkt “nur” 3.062 bestätigte erkrankte Menschen, was dazu führte, dass der ein oder andere die Schulschließungen als eine extrem übertriebene Maßnahme ansah. Mittlerweile dürften wir eines Besseren belehrt worden sein. Zwei Wochen später sollen es 42.288 bestätigte erkrankte Menschen sein – mit 253 Todesfällen.

Bereits einen Tag vor der Schulschließung wurden die Praktika, Berufserkundungstage und Klassenausflüge abgesagt. Allein dies stellte für unsere Schülerinnen und Schüler schon einen kleinen Schock dar. Schließlich sollte dies ihr erster Einblick in die Berufswelt werden, worauf sich viele bereits gefreut hatten.

Vorsichtshalber wiesen wir sie am Freitag bereits an, Schulmaterialien mit nach Hause zu nehmen. Wir kopierten etliche DaZ-Bausteine und gaben sie unseren Deutschlernern mit – ebenso ihre Bücher.

Eine Situation, die es seit Kriegszeiten nicht mehr gegeben hatte. Eine Situation, die sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für uns eine absolute Herausforderung darstellt.

Für mich eine Situation, die mich auch privat vor viele Fragen stellte – denn auch meine beiden jugendlichen Kinder waren natürlich von dieser Entscheidung betroffen.

Um mich auf dem Laufenden zu halten, sowohl beruflich als auch privat, schaue ich regelmäßig auf der Webseite des Schulministeriums nach. Diesen Tipp gebe ich auch euch:

Das Landeskabinett hat die Entscheidung getroffen, den Unterrichtsbetrieb an den Schulen in Nordrhein-Westfalen im ganzen Land ab einschließlich Montag, dem 16. März 2020, vorerst bis zum Ende der Osterferien am 19. April 2020 einzustellen.

schulministerium.nrw.de

Auch wenn die Schulschließung von unseren Schülerinnen und Schülern als “willkommene verfrühte Ferienzeit” betrachtet wurde, so zeichnet sich mittlerweile doch ab, dass ihnen die Langeweile zu Kopfe steigt. Erst recht, seitdem das Kontaktverbot eine Woche später ausgesprochen wurde.

Ich blicke der Zukunft gespannt entgegen …