Über mich: Endlich ANGEKOMMEN!

Das Hobby zum Beruf machen – das kennen wohl viele Menschen. Aber wie ist es mit: Den Beruf zum Hobby machen? Denn genau das ist mir passiert – ganz unbewusst und schleichend.

Vor 25 Jahren setzte ich meinen ersten Fuß in die Berufswelt – ich begann eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten und beendete diese natürlich auch drei Jahre später. Weitere 8 Jahre hielt es mich in der Anwaltskanzlei, bevor ich den Schritt in die Selbständigkeit wagte und mich nach einer Online-Fortbildung nun Online-Redakteurin nannte. Das Rechtswesen war mir einfach zu trocken, Klageschriften zu unkreativ.

Fotografieren, videografieren, schreiben – all dies gehörte lange Zeit zu meinem täglich Brot. Ich arbeitete für lokale Medien, für Vereine und die Fachstelle Zukunft/Alter der Stadt Arnsberg.

Doch 2015 änderte alles: Viele Menschen aus Syrien, Afghanistan, dem Iran und vielen anderen Ländern kamen nach Deutschland und damit auch nach Arnsberg. Während ich anfangs lediglich darüber berichtete und eigene Reportageideen umsetzte, wuchsen mir die Menschen und ihre Geschichten ans Herz.

Plötzlich verDaZt

Ein halbes Jahr später, Januar 2016, dann die Hiobsbotschaft: Der Wochen-Anzeiger schließt seine Redaktion in Neheim. Damit war mein Pauschalistendasein beendet. Fast von heute auf morgen! Heute denke ich positiv darüber, denn nur so öffnete sich für mich eine interessante, erfüllende und erfolgversprechende Tür. Spontan bewarb ich mich als Sprachdozentin für Deutsch als Zweitsprache, obwohl ich zuvor noch nie unterrichtet hatte, geschweige denn Kinder und Jugendliche. Damals sollte ich zunächst hospitieren – in einer örtlichen weiterführenden Schule, an der Seite einer erfahrenen Deutsch- und DaZ-Kollegin. Gesagt, getan. Zwei Monate später saß ich auf einer Vertretungsstelle – bis heute.

Anfangs kein leichter Schritt, grübelte ich doch immer wieder darüber nach, ob das, was ich tat, auch richtig war und ob ich das überhaupt könne. Vier Jahre, etliche Fortbildungen und eine DaZ-Qualifikation später weiß ich: JA!

Mein Beruf, freie Journalistin und Online-Redakteurin, führte ich fortan nur noch nebenbei durch, bis 2018 dann der absolute Cut folgte. Ich musste mich entscheiden: DaZ und Integration oder Journalismus. Ich habe mich für Ersteres entschieden.

Sowohl meine Erstausbildung als auch mein jahrelanges Netzwerken kommen mir innerhalb meiner Integrationsarbeit zugute – denn, um nur mal zwei Beispiele zu nennen, ich verstehe formelles Amtsdeutsch, kann es in leichte Sprache übersetzen und Gesetzestexte fallen mir leicht. Auch das Netzwerken seit meiner Tätigkeit beim Wochen-Anzeiger kommt meiner jetzigen Arbeit zugute. Das gefällt mir sehr.

Meine Herzensprojekte

Dennoch: Das Schreiben, Fotografieren und Videografieren habe ich nie ganz aufgeben können. Wenn auch nicht mehr beruflich, so engagiere ich mich seit 2016 im Förderverein Wendepunkt e.V. als “kreative Online-Redakteurin/Fotografin”, bin Teil des Patenschaftsprogramms “Chancenpatenschaften” und schreibe natürlich auf wortschrei.com.

Mein nächstes Ziel: Integrationsmanagerin für Kinder und Jugendliche in Arnsberg. Im Mai 2020 beginne ich meine Weiterbildung …

Wortschrei. Aufn Punkt: Immer dann, wenn ich Zeit oder das Gefühl habe, etwas veröffentlichen zu müssen, tue ich es. Ehrenamtlich. Ohne Einnahmen und ohne Wunsch danach.

Denn: WORTSCHREI ist mein Herzensprojekt, mit dem ich Erfahrungen, Geschichten rund um die Themen DaZ (Deutsch als Zweitsprache), Integration und Interkulturelles, aber auch Schreibtipps für Deutschlerner und mehr teilen möchte. Ach, lass dich überraschen!

Du möchtest dich mit mir vernetzen? Gerne!

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