„Es würde sterben“ – Jugendlicher rettet Täubchen

„Ich habe einen Baby-Vogel auf der Straße gefunden“, sagt ein syrisch-kurdischer Jugendlicher zu mir. „Ich konnte es doch nicht da liegen lassen. Es würde sterben!“ Eigentlich wollten wir heute eine Bewerbung schreiben – für ihn. Das müssen wir jetzt wohl verschieben, denn er möchte das Tier erst versorgt wissen!

Also schnappe ich mir die beiden und fahre mit ihnen zur nächstgelegenen Zoohandlung. Das Täubchen hat zwei kleine Verletzungen, die kurzerhand von der netten Mitarbeiterin „behandelt“ werden. „Wir können die Taube aber nicht nehmen, wir sind voll – ihr könnt sie ins Tierheim bringen oder aber hoffen, dass ein Tierarzt sie nimmt“, sagt sie. Kurz mit Wasser gefüttert geht’s zurück nach Hause. Was nun?

Der Jugendliche würde das Täubchen auch selbst füttern und behüten – doch er hat Angst, dass die kleineren Kinder im Haus unentwegt dran sind. Außerdem bekommen sie Besuch … das wäre nicht schön für den Vogel, meint er.

Das Tier tut ihm leid. Lag mutterseelenallein auf der Straße in der Hitze. Womöglich ist es aufgrund der Sonneneinstrahlung von selbst aus dem Nest geflüchtet, mutmaßt die Mitarbeiterin der Zoohandlung. Entweder Hitzschlag oder Sprung aus dem Nest – Täubchen hat die Wahl.

Ich rufe eine sehr tierliebe Freundin mit Haus und Garten an, frage sie nach einer Idee. Sie sagt direkt: „Bringt sie uns – wir peppeln sie auf!“ Gesagt – getan. Nun wird das Tier liebevoll aufgepeppelt.

Der junge Mann hat Herz bewiesen, indem er nicht „blind“ an dem Tier vorbeigelaufen ist.

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